Ein Kaminofen wird gereinigt, indem man die abgekühlte Asche entnimmt, ein dünnes Aschebett im Brennraum lässt, die Scheibe putzt und einmal im Jahr Rauchrohr und Nachheizflächen prüft. Asche gehört mindestens 24 Stunden in einen nicht brennbaren Behälter, weil sie noch lange Glut enthalten kann. Schornstein und Ofen prüft der Schornsteinfeger.
Laut Brunner-Anleitung wird Asche nur kalt entnommen und mindestens 24 Stunden in einem nicht brennbaren Behälter ausgekühlt. Ein Minimum an Asche bleibt im Brennraum, weil es die Glut hält. Die R+V Versicherung warnt, dass Asche je nach Menge noch Tage nach dem Abkühlen glühen kann, und empfiehlt doppelwandige Blechbehälter mit selbstschließendem Deckel. Vollständig ausgekühlte Asche gehört in den Restmüll, nicht in Bio-Tonne oder Garten. Einmal im Jahr, zu Beginn der Heizperiode, prüft man Rauchrohr und Nachheizflächen auf Flugasche.
Wie oft muss man einen Kaminofen reinigen?
Die Asche wird entnommen, wenn sie den Rost oder die Luftzufuhr behindert, bei häufigem Heizen also alle paar Tage. Die Scheibe putzt man bei Bedarf. Einmal jährlich zu Beginn der Heizperiode empfiehlt Brunner, Rauchrohr und Nachheizflächen auf Flugasche zu prüfen. Den Schornstein kehrt der Schornsteinfeger nach dem Feuerstättenbescheid.
| Was | Wie oft | Wer |
|---|---|---|
| Asche entnehmen | nach Bedarf, wenn sie Rost oder Luft behindert | Betreiber |
| Sichtscheibe | nach Bedarf, am kalten Ofen | Betreiber |
| Rauchrohr und Nachheizflächen | jährlich zu Beginn der Heizperiode | Betreiber oder Fachbetrieb |
| Dichtungen und Brennraumauskleidung | regelmäßig auf Verschleiß prüfen | Betreiber, Tausch nach Herstellerangabe |
| Schornstein | nach Feuerstättenbescheid | Schornsteinfeger |
Wie entfernt man die Asche richtig?
Asche wird nur kalt entnommen und danach laut Brunner mindestens 24 Stunden in einem nicht brennbaren Behälter ausgekühlt. Die R+V Versicherung warnt, dass Asche je nach Menge noch mehrere Tage glühen kann, und empfiehlt doppelwandige Blechbehälter mit selbstschließendem Deckel. Plastikeimer und Pappkartons sind tabu.
Den Brennraum nicht komplett leer räumen. Brunner empfiehlt, immer ein Minimum an Asche zu belassen, weil das Aschebett die Glut hält. Nur das überschüssige Zuviel wird entnommen. Das Aschebett soll aber nicht über die Schamotte-Bodensteine ansteigen, sonst können die Türdichtungen leiden. Beim Entnehmen Staub vermeiden, rät das Umweltbundesamt.
Ein einfacher Ablauf verhindert die meisten Aschebrände: Asche am Morgen nach dem Heizabend aus dem kalten Ofen nehmen, in den Metalleimer mit Deckel geben, den Eimer auf nicht brennbarem Untergrund abstellen, nicht an der Holzwand und nicht neben dem Brennholz, und frühestens nach 24 Stunden, besser später, in die Restmülltonne geben. Wer mehrere Abende sammelt, wartet nach dem letzten Einfüllen erneut. Die Bio-Tonne und der Garten sind laut R+V wegen Schwermetallen keine Option.
Darf man Asche mit dem Staubsauger aufsaugen?
Mit einem normalen Haushaltsstaubsauger nicht: Feine Asche verstopft den Filter, und verbliebene Glut kann einen Brand im Gerät auslösen. Für den Kaminofen gibt es Aschesauger mit Metallbehälter und Feinfilter, Brunner nennt sie in seiner Anleitung als Hilfsmittel. Auch damit nur kalte Asche saugen.
Wie reinigt man Brennraum und Rauchrohr?
Den Brennraum prüft man auf Risse und Abplatzungen in der Auskleidung. Feine Risse in Schamotte sind laut Brunner unbedenklich, ersetzt wird erst, wenn Material abplatzt und die Rückwand sichtbar ist. Schamotte nicht mit Stahl- oder Drahtbürsten und nicht mit Reinigungsmitteln bearbeiten. Schwarze Verfärbungen sind normal.
Rauchrohr und Nachheizflächen werden über Reinigungsöffnungen geprüft und bei Bedarf mit dem Aschesauger von Flugasche befreit. Starke Ablagerungen oder glänzend schwarze Beläge deuten auf schlechte Verbrennung hin, siehe Schornsteinbrand. Die Scheibe reinigt man mit der Methode aus Kaminscheibe reinigen.
Asche nie in Plastikbehältern, Papiersäcken oder direkt in die Mülltonne füllen. Laut R+V kann sie noch Tage nach dem Abkühlen glühen. Brennholz und andere brennbare Materialien brauchen laut R+V in der Regel mindestens 2 Meter Abstand zur Feuerstätte, das gilt auch für den Ascheeimer.
💬 Meine EinschätzungBeim Reinigen wird oft zu viel getan: Der Brennraum wird blitzblank ausgeräumt, obwohl ein dünnes Aschebett dem Feuer hilft. Wichtiger als Gründlichkeit ist die Sicherheit bei der Asche. Ein Metalleimer mit Deckel und die Gewohnheit, Asche erst am nächsten Tag zu entsorgen, sind die zwei einfachsten Maßnahmen gegen einen der häufigsten Brandauslöser rund um den Ofen.
- Asche nur kalt entnehmen, mindestens 24 Stunden im Metallbehälter auskühlen.
- Dünnes Aschebett im Brennraum lassen.
- Kein Haushaltsstaubsauger, nur Aschesauger und nur für kalte Asche.
- Jährlich Rauchrohr und Nachheizflächen prüfen.
- Ausgekühlte Asche in den Restmüll, nicht in Bio-Tonne oder Garten.
Häufige Fragen zum Reinigen des Kaminofens
Diese Fragen tauchen rund um das Thema häufig auf.
Darf Holzasche in den Garten?
Die R+V Versicherung rät davon ab, weil Asche Schwermetalle enthalten kann. Vollständig ausgekühlte Asche gehört in die Restmülltonne.
Muss ich den Schornstein selbst reinigen?
Nein. Den Schornstein kehrt der Schornsteinfeger zu den Terminen aus dem Feuerstättenbescheid. Rauchrohr und Ofen pflegt der Betreiber nach Anleitung.
Wie reinige ich Schamottesteine?
Gar nicht mit Bürsten oder Reinigungsmitteln. Verfärbungen sind normal. Ersetzt werden Steine erst, wenn Material abplatzt.
Welches Zubehör für die Pflege sinnvoll ist, steht in Kaminofen-Zubehör: Was man wirklich braucht.
Quellen und weiterführende Literatur
Die Angaben in diesem Artikel stammen aus diesen Quellen. Abgerufen am 1. November 2026.
- Bedienungsanleitung Architektur-Kamine · Brunner GmbH (brunner.de) · Asche, Aschebett, jährliche Prüfung, Brennraumauskleidung, Aschesauger.
- Kaminöfen: Gefährliches Spiel mit dem Feuer · ruv.de · Asche, Behälter, Entsorgung, Abstand, 7. November 2023.
- Ratgeber Heizen mit Holz · umweltbundesamt.de · Ascheentsorgung, Stand November 2018.


