Was kostet Brennholz? Preise je Raummeter und Ster

Ofenfertige Buche kostete laut TFZ im Juli 2026 im Mittel 144,66 Euro je Raummeter, Fichte 109,83 Euro, jeweils inklusive Lieferung bis 10 Kilometer. Je Kilowattstunde liegen beide bei rund 9,5 Cent. Vergleichbar werden Angebote erst, wenn Maßeinheit, Feuchte und Lieferung feststehen.

📋 Kurz zusammengefasst

Das Technologie- und Förderzentrum (TFZ) in Straubing erhebt die Scheitholzpreise bundesweit bei 28 Anbietern. Im Juli 2026 lag Buche in 33 Zentimetern bei 9,40 Cent je kWh, Fichte bei 9,64 Cent, Meterware 0,8 bis 1,2 Cent darunter. Laut HKI enthält ein Raummeter etwa 1,4-mal so viel Holz wie ein Schüttraummeter. Ein Schüttraummeter Buche ist deshalb nur dann ein gutes Angebot, wenn er deutlich unter dem Raummeterpreis geteilt durch 1,4 liegt.

Was kostet ein Raummeter Brennholz?

Ein Raummeter ofenfertige Buche in 33 Zentimetern kostete laut TFZ im Juli 2026 im Mittel 144,66 Euro, mit einer Spanne von 77,50 bis 190,72 Euro. Fichte lag im Mittel bei 109,83 Euro. Die Preise sind Bruttopreise inklusive Lieferung im Umkreis von 10 Kilometern.

SortimentMittel €/RmSpanne €/RmMittel ct/kWhAnbieter
Buche, 33 cm144,6677,50 – 190,729,4028
Fichte, 33 cm109,8368,67 – 156,829,6420
Hartholz, 1 m132,8085,00 – 177,178,638
Weichholz, 1 m96,4060,00 – 157,178,467
Quelle: TFZ-Merkblatt Scheitholzpreise, Stand Juli 2026

Die Spanne zeigt, wie stark Preise regional und je nach Händler schwanken: Der teuerste Anbieter verlangte für Buche fast das 2,5-Fache des günstigsten. Der Mittelwert ist deshalb ein Orientierungswert, kein Richtpreis. Ein Angebot deutlich über 190 Euro je Raummeter Buche liegt außerhalb dessen, was das TFZ im Juli 2026 erhoben hat.

Wie haben sich die Brennholzpreise entwickelt?

Die Preise sind laut TFZ stabil bis leicht steigend. Buche in 33 Zentimetern kostete im Juli 2026 0,8 Prozent mehr als im Juli 2025 und 3,8 Prozent mehr als sechs Monate zuvor. Sie lag aber 7,4 Prozent unter dem Höchststand vom Januar 2023.

Fichte in 33 Zentimetern stieg im Jahresvergleich um 2,3 Prozent. Bei Meterware fielen die Anstiege größer aus: Buche plus 5,3 Prozent, Fichte plus 3,3 Prozent gegenüber Juli 2025. Das TFZ veröffentlicht die Erhebung regelmäßig, der aktuelle Stand steht im Merkblatt Scheitholzpreise.

Ist Buche oder Fichte günstiger?

Je Raummeter ist Fichte günstiger, je Kilowattstunde sind beide fast gleich teuer: Buche 9,40 Cent, Fichte 9,64 Cent laut TFZ. Buche enthält laut LWF 1.885 kWh je Raummeter, Fichte 1.333 kWh, jeweils bei 20 Prozent Wassergehalt.

Der Mehrpreis für Buche kauft also vor allem Wärme, nicht Prestige. Unterschiede liegen im Alltag: Buche braucht für dieselbe Wärme rund 30 Prozent weniger Lagerplatz und hält die Glut länger. Fichte zündet schneller und eignet sich zum Anheizen. Mehr zu den Holzarten steht im Hauptartikel Kaminholz: Holzarten, Restfeuchte, Lagern und Preise.

Wie vergleicht man Raummeter und Schüttraummeter?

Laut HKI enthält ein Raummeter etwa das 1,4-Fache der Holzmenge eines Schüttraummeters. Für einen fairen Vergleich teilt man den Raummeterpreis durch 1,4. Dieser Wert ist der Preis, den ein Schüttraummeter höchstens kosten darf, um gleichwertig zu sein.

Mit dem TFZ-Mittelwert ergibt das die Schüttraummeter-Faustregel:

SortimentTFZ-Mittel €/Rmgleichwertiger Preis €/SRm (÷ 1,4)
Buche, 33 cm144,66ca. 103
Fichte, 33 cm109,83ca. 78
Eigene Umrechnung mit TFZ-Preisen (Juli 2026) und HKI-Faktor 1,4

Ein Schüttraummeter Buche für 120 Euro ist also teurer als ein Raummeter für 145 Euro. Laut HKI haben viele Händler auf Schüttraummeter umgestellt, weil das Stapeln entfällt. Die Erklärung der Einheiten steht im Glossar unter Schüttraummeter und Festmeter.

💡 Der Kilowattstunden-Preis schlägt jeden Raummeterpreis

Der fairste Vergleich zwischen Angeboten ist der Preis je Kilowattstunde. Rechnung: Preis je Raummeter geteilt durch den Heizwert je Raummeter. Für Buche mit 1.885 kWh je Raummeter (LWF) ergibt ein Angebot von 145 Euro rund 7,7 Cent je kWh, für Fichte mit 1.333 kWh ergibt ein Angebot von 110 Euro rund 8,3 Cent. Das TFZ weist mit seiner eigenen Berechnungsgrundlage etwas höhere Werte aus. Für den Vergleich zweier Angebote reicht die einfache Rechnung, solange beide mit denselben Heizwerten gerechnet werden.

Was kostet Brennholz für einen Winter?

Die Kosten für einen Winter ergeben sich aus Holzbedarf mal Raummeterpreis. Der Kamin-Rechner schätzt für 30 Quadratmeter im teilsanierten Altbau mit 4 Heizstunden an 120 Tagen rund 0,4 Raummeter Buche. Beim TFZ-Mittelwert sind das knapp 60 Euro.

Wer täglich deutlich länger heizt oder einen größeren Raum versorgt, braucht entsprechend mehr. Bei 8 Stunden täglich verdoppelt sich die Menge, bei doppelter Fläche ebenfalls. Der Rechner zeigt die Formel offen, damit sich eigene Werte einsetzen lassen.

Worauf achtet man beim Brennholzkauf?

Beim Kauf zählen 4 Angaben: Holzart, Feuchte, Maßeinheit und Lieferung. Fehlt eine davon, ist der Preis nicht vergleichbar. Laut HKI liegt frisches Holz bei 40 bis 60 Prozent Feuchte und muss erst gelagert werden.

  • Holzart: Buche, Birke, Eiche, Fichte oder Mischung, schriftlich im Angebot.
  • Feuchte: Wert und Bezugsgröße, also Holzfeuchte oder Wassergehalt. Mehr dazu im Artikel Restfeuchte von Brennholz: Grenzwert und richtig messen.
  • Maßeinheit: Raummeter geschichtet oder Schüttraummeter lose.
  • Lieferung: Entfernung, Abladeort und ob gestapelt wird. Ein Raummeter ungespaltene Buche wiegt laut LWF rund 460 Kilogramm.

Frisches Holz ist günstiger, braucht aber Platz und ein Jahr Zeit. Wie das Lager aussehen muss, erklärt der Artikel Brennholz lagern und trocknen: Ort, Abstand und Dauer.

💬 Meine Einschätzung

Beim Brennholz wird oft um ein paar Euro je Raummeter gefeilscht, während die eigentlichen Kostenfallen woanders liegen. Ein Schüttraummeter zum Raummeterpreis kostet effektiv 40 Prozent mehr. Feuchtes Holz liefert je Kilogramm nur halb so viel Wärme. Und ein Angebot ohne Lieferung zum Haus wird schnell teuer, wenn 460 Kilogramm je Raummeter von der Straße in den Garten müssen. Wer Maßeinheit, Feuchte und Lieferung klärt, spart mehr als mit jedem Preisvergleich auf den letzten Euro.

Häufige Fragen zu Brennholzpreisen

Diese Fragen tauchen beim Brennholzkauf regelmäßig auf.

Wann ist Brennholz am günstigsten?

Frisches Holz lässt sich im Winter und Frühjahr kaufen und selbst trocknen. Ofenfertiges, trockenes Holz ist vor und während der Heizsaison am gefragtesten. Die TFZ-Erhebung nennt keine festen Saisonpreise, zeigt aber die Entwicklung über das Jahr.

Ist Meterware günstiger als ofenfertiges Holz?

Ja, laut TFZ je Kilowattstunde um 0,8 bis 1,2 Cent. Dafür muss das Holz selbst gesägt und gespalten werden. Ohne Säge und Spaltwerkzeug lohnt sich Meterware nicht.

Was kostet ein Ster Brennholz?

Ein Ster ist dasselbe wie ein Raummeter, ein Kubikmeter geschichtetes Holz. Die Bezeichnung ist vor allem in Süddeutschland üblich. Die Preise oben gelten deshalb auch je Ster.

Quellen und weiterführende Literatur

  • Merkblatt Scheitholzpreise · tfz.bayern.de · Preise je Raummeter und je kWh bei 28 Anbietern, Preisentwicklung, Stand Juli 2026.
  • Preise vergleichen beim Kauf von Brennholz: Auf die Maßeinheit achten · hki-online.de · Umrechnung Raummeter zu Schüttraummeter, Feuchte, 29. August 2022.
  • LWF-Merkblatt 20 „Scheitholz – Produktion, Lagerung, Kennzahlen“ · lwf.bayern.de · Heizwerte je Raummeter und Gewicht je Ster, Dezember 2023.