Wie lange ein Specksteinofen Wärme speichert, hängt von der Masse des Steins ab. Massive Speicheröfen aus Speckstein geben ihre Wärme laut Haustechnikdialog gleichmäßig über 12 bis 36 Stunden ab. Ein Kaminofen mit Specksteinverkleidung oder Speichersteinen hat viel weniger Masse und wärmt entsprechend kürzer nach. Den Wert für ein Modell nennt der Hersteller.
Speckstein ist ein schieferiger Naturstein mit hohem Talkanteil, der für Öfen meist aus Finnland kommt. Laut Haustechnikdialog leitet er Wärme 6- bis 7-mal besser als Ofenziegel, hat eine rund 15 Prozent höhere spezifische Wärme und eine etwa doppelt so hohe Dichte. Daraus ergeben sich 2 Ofenarten: massive Specksteinspeicheröfen mit 12 bis 36 Stunden Wärmeabgabe und Kaminöfen mit Specksteinverkleidung oder Speichersteinen, die vor allem die Abkühlphase verlängern. Für die Auswahl zählt die Speichermasse in Kilogramm, nicht das Wort Speckstein.
Was ist ein Specksteinofen?
Ein Specksteinofen ist ein Ofen, dessen Verkleidung oder Speicherkörper aus Speckstein besteht. Der Begriff deckt 2 sehr verschiedene Geräte ab: gemauerte oder modular gesetzte Speicheröfen aus massivem Speckstein und Kaminöfen aus Stahl, die mit Specksteinplatten verkleidet sind. Beide sehen ähnlich aus, verhalten sich aber unterschiedlich.
Speckstein, auch Lavez- oder Topfstein genannt, hat eine stark schieferige Talkstruktur. Die für Öfen genutzten Steine stammen laut Haustechnikdialog zu einem großen Teil aus Finnland. Der Stein lässt sich gut bearbeiten und ist hitzebeständig. Seine Eigenschaften schwanken je nach Vorkommen.
Warum speichert Speckstein Wärme so gut?
Speckstein speichert viel Wärme, weil er schwer ist und eine hohe spezifische Wärmekapazität hat. Laut Haustechnikdialog liegt seine Dichte etwa doppelt so hoch wie die von Ofenziegeln, seine spezifische Wärme rund 15 Prozent höher. Ein Kilogramm Speckstein nimmt also etwas mehr Wärme auf, und auf gleichem Raum steckt deutlich mehr Masse.
Zugleich leitet Speckstein Wärme laut derselben Quelle 6- bis 7-mal besser als Ofenziegel. Die Wärme verteilt sich dadurch gleichmäßig im Stein und kommt zügig an der Oberfläche an. Von dort gibt der Ofen sie überwiegend als Strahlungswärme ab, die viele als besonders angenehm empfinden.
Wie lange gibt ein Specksteinofen Wärme ab?
Massive Specksteinspeicheröfen geben ihre Wärme laut Haustechnikdialog gleichmäßig über 12 bis 36 Stunden ab. Bei einem Kaminofen mit Specksteinverkleidung ist die Masse viel kleiner, die Nachwärmzeit entsprechend kürzer. Wie lange genau, hängt von Gewicht und Aufbau ab und steht im Datenblatt oder in einem Wärmeabgabe-Diagramm des Herstellers.
| Ofenart | Speichermasse | Wärmeabgabe nach dem Abbrand |
|---|---|---|
| Stahlkaminofen | gering | kurz, kühlt schnell ab |
| Kaminofen mit Specksteinverkleidung oder Speichersteinen | mittel | verlängert, Wert laut Herstellerdiagramm |
| Massiver Specksteinspeicherofen | hoch | 12 bis 36 Stunden (Haustechnikdialog) |
„Speckstein“ steht auf vielen Öfen, sagt aber wenig über die Speicherleistung. Aussagekräftiger sind 3 Angaben aus dem Datenblatt: das Gesamtgewicht des Ofens, das Gewicht der Speichermasse und ein Diagramm, das zeigt, wie die Oberflächentemperatur oder die Wärmeabgabe nach dem letzten Nachlegen abfällt. Zwei Öfen mit Specksteinoptik können sich in der Speichermasse um ein Vielfaches unterscheiden. Wer nachts oder morgens noch Wärme haben möchte, vergleicht deshalb Kilogramm und Kurve, nicht das Material allein.
Was sind Speichersteine im Kaminofen?
Speichersteine sind zusätzliche Steinelemente im oder auf dem Kaminofen, oft über dem Brennraum oder im Aufsatz. Sie nehmen während des Abbrands Wärme auf und geben sie danach langsam ab. Manche Hersteller bieten sie als Option für Stahlöfen an, etwa die dänische Marke Wiking.
Speichersteine verwandeln einen Kaminofen nicht in einen Grundofen. Sie verlängern aber die Abkühlphase und glätten die Temperaturspitzen. Nachrüsten lassen sie sich nur, wenn der Hersteller das für das Modell vorsieht. Eigene Steine auf oder in den Ofen zu legen ist keine gute Idee, weil Hitzeverteilung und Prüfung des Geräts darauf nicht ausgelegt sind.
Welche Nachteile hat ein Specksteinofen?
Die Nachteile sind Gewicht, längere Aufheizzeit und Preis. Massive Specksteinöfen sind laut Haustechnikdialog nicht in allen Wohnungen aufstellbar und brauchen eine massive Gründung. Je mehr Masse ein Ofen hat, desto länger dauert es, bis er spürbare Wärme abgibt.
Auch ein Kaminofen mit Specksteinverkleidung ist deutlich schwerer als ein reiner Stahlofen. Bei Holzbalkendecken sollte man die Tragfähigkeit vorab klären. Was beim Aufstellen sonst zu beachten ist, beschreibt Kaminofen einbauen: Ablauf, Kosten und Abnahme.
Ein Ofen mit viel Speichermasse verleitet dazu, große Holzmengen auf einmal aufzulegen. Maßgeblich ist die maximale Brennstoffmenge aus der Bedienungsanleitung. Überladen schadet dem Ofen und erhöht die Emissionen. Specksteinoberflächen werden außerdem lange heiß, Kinder und Haustiere brauchen Abstand.
💬 Meine EinschätzungIch habe für unser Haus einen Wiking-Kaminofen mit Speichersteinen gekauft. Der Grund: Die Steine sollen nach dem Abbrennen länger Restwärme abgeben, damit das Zimmer über Nacht nicht komplett auskühlt. Ein massiver Speicherofen war das nicht, sondern ein Kaminofen mit zusätzlicher Masse. Wie lange die Wärme im Alltag tatsächlich anhält, trage ich hier nach, sobald der Ofen einige Wochen läuft und ich es selbst beobachten konnte.
- Speckstein: doppelt so dicht wie Ofenziegel, rund 15 Prozent höhere spezifische Wärme.
- Massive Specksteinspeicheröfen: Wärmeabgabe über 12 bis 36 Stunden.
- Kaminöfen mit Specksteinverkleidung oder Speichersteinen wärmen kürzer nach.
- Vergleichen nach Gewicht der Speichermasse und Herstellerdiagramm.
- Gewicht und Tragfähigkeit des Bodens vor dem Kauf klären.
Häufige Fragen zum Specksteinofen
Diese Fragen tauchen beim Kauf eines Specksteinofens häufig auf.
Ist Speckstein besser als Keramik?
Speckstein ist dichter und leitet Wärme besser als Ofenziegel und viele keramische Massen. Für die Nachwärme entscheidet aber vor allem die Menge des Materials. Ein Ofen mit viel Keramik kann länger nachwärmen als einer mit dünnen Specksteinplatten.
Braucht ein Specksteinofen länger zum Aufheizen?
Ja, mehr Masse braucht mehr Zeit, bis sie warm ist. Viele Kaminöfen mit Specksteinverkleidung geben über die Sichtscheibe trotzdem schnell erste Strahlungswärme ab, die Steinflächen folgen später.
Kann Speckstein reißen?
Naturstein kann bei starken Temperaturwechseln feine Risse bilden. Hersteller geben deshalb Hinweise zum Einheizen der ersten Abbrände und zur maximalen Holzmenge. Diese Angaben stehen in der Bedienungsanleitung.
Den Vergleich mit dem gesetzten Speicherofen zieht Kachelofen oder Kaminofen: Was ist der Unterschied?. Alle Bauarten im Überblick zeigt Kaminofen: Bauarten, Leistung und Auswahl.
Quellen und weiterführende Literatur
Die Angaben in diesem Artikel stammen aus diesen Quellen. Abgerufen am 1. November 2026.
- Specksteinofen · haustechnikdialog.de (SHK-Wissen) · Herkunft, Dichte, spezifische Wärme, Wärmeleitfähigkeit im Vergleich zu Ofenziegeln, Wärmeabgabe 12 bis 36 Stunden, Gründung.
- Wiking · thefireplacecompany.co.uk · Herkunft Dänemark, Fertigung im Werk der HWAM-Gruppe, Wärmespeicher-Optionen.


